Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,
wir wollten eigentlich schon letzte Woche berichten, aber dann war irgendwie noch so viel los – und außerdem mussten noch Fotos sortiert werden, weil natürlich wieder ganz viele schöne Momente dabei waren.
In der vergangenen Woche fand an unserer Schule die Projektwoche zum Thema „Zukunft Essen – nachhaltig, lecker und gemeinsam“ statt. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen ganz unterschiedliche Dinge ausprobiert: gekocht, diskutiert, recherchiert und auch ein bisschen darüber gestritten, was eigentlich wirklich nachhaltig ist und was nur gut klingt.
Zuerst dachten einige, es gehe bestimmt nur darum, Gemüse zu schneiden und vielleicht ein paar Plakate zu basteln. Doch es wurde deutlich spannender: Eine Gruppe untersuchte, wie weit Lebensmittel reisen, bevor sie bei uns auf dem Teller landen. Eine andere beschäftigte sich mit Verpackungsmüll. Wieder eine andere sammelte alte Familienrezepte, und eine weitere Gruppe versuchte, ein Schulfrühstück zusammenzustellen – gesund, nicht zu teuer und trotzdem lecker. Besonders lustig war der Moment, als beim Probekochen der Vollkornpfannkuchen zuerst alle sehr skeptisch guckten – und am Ende fast nichts übrig blieb.
So lief die Woche ab
Montag: Die Woche startete mit einer gemeinsamen Einführung in der Aula. Dort wurde erklärt, warum Ernährung nicht nur eine private Sache ist, sondern auch mit Klima, Landwirtschaft, Transportwegen, Geld und Gewohnheiten zu tun hat. Manche fanden das erstmal etwas trocken. Danach wurden in kleinen Gruppen Themen gesammelt, Aufgaben verteilt und erste Ideen entwickelt.

Dienstag: Einige Gruppen besuchten den Wochenmarkt und führten kurze Interviews mit Händlerinnen und Händlern. Andere blieben in der Schule und werteten Informationen aus dem Internet aus. Dabei wurde auch besprochen, dass nicht jede Internetquelle automatisch stimmt – und dass man lieber zweimal hinschauen sollte, bevor man eine Zahl auf ein Plakat schreibt.
Mehr Informationen zum Thema Lebensmittelverschwendung fanden wir zum Beispiel hier: Zu gut für die Tonne.
Mittwoch: Es wurde gekocht – und zwar richtig! Auf dem Programm standen Gemüsecurry, Brotaufstriche, Apfel-Crumble, selbstgemachte Limonade und ein Nudelsalat, bei dem am Ende niemand mehr genau wusste, welche Gruppe welche Variante gemacht hatte. Trotzdem war fast alles lecker. Ein bisschen Chaos in der Schulküche gehörte wohl dazu. Wichtig war aber, dass alle mitgeholfen haben – auch beim Aufräumen, auch wenn das nicht der beliebteste Teil war.
Unsere wichtigsten Erkenntnisse
- Regionale Lebensmittel sind nicht automatisch perfekt, aber oft eine gute Idee.
- Verpackung vermeiden ist schwerer als gedacht.
- Vegetarisches Essen kann sehr lecker sein – wenn es gut gemacht ist.
- Manche Dinge sind teurer, aber dafür fairer produziert.
- Gemeinsam kochen macht mehr Spaß als alleine ein Arbeitsblatt auszufüllen.
Präsentation am Freitag
Am Freitag wurden die Ergebnisse in der Pausenhalle präsentiert: Es gab Plakate, kleine Probierstände, kurze Vorträge und eine Ausstellung mit Fotos aus der Woche. Besonders schön war, dass auch einige Eltern vorbeischauten. Manche Schülerinnen und Schüler waren erst ziemlich nervös, aber nach den ersten Gesprächen wurde es immer entspannter.
Eine Gruppe hatte sogar kleine Abstimmungskarten vorbereitet, auf denen Besucherinnen und Besucher ankreuzen konnten, welche Idee sie gern dauerhaft an der Schule sehen würden. Der Vorschlag, einmal im Monat ein gemeinsames nachhaltiges Frühstück anzubieten, erhielt die meisten Stimmen. Ob und wie das umgesetzt werden kann, muss noch besprochen werden – ganz einfach ist das nicht, weil jemand einkaufen, vorbereiten, aufräumen und bezahlen muss. Aber die Idee bleibt auf jeden Fall im Gespräch.

Unser Mini-Plan
- Montag: Einführung und Gruppeneinteilung – Aula
- Dienstag: Recherche und Interviews – Schule und Wochenmarkt
- Mittwoch: Kochen und Ausprobieren – Schulküche
- Donnerstag: Plakate, Fotos und Präsentationen vorbereiten – Klassenräume
- Freitag: Ausstellung und Probierstände – Pausenhalle
Danke an alle!
Wir sagen Danke an alle, die geholfen haben: den Lehrkräften, den Eltern, die Zutaten mitgebracht haben, dem Hausmeister, der zwischendurch sehr geduldig geblieben ist – und natürlich allen Schülerinnen und Schülern, die mitgemacht haben.
Es war nicht immer ordentlich, nicht immer leise und nicht immer perfekt geplant. Aber genau deshalb war es eine echt Projektwoche.
Fazit: Wir haben viel gelernt, viel gegessen, viel gelacht und vielleicht auch ein bisschen anders darüber nachgedacht, was morgen auf unserem Teller liegt.
Geschrieben von: Klasse 8b und 8c, mit Unterstützung von Frau Schneider und Herrn Yilmaz.


